Für eine gerechte Welt nicht nur die Stimme zu erheben, sondern auch konkret mitzuwirken, dazu ermunterte Erzbischof Dr. Alois Wagner bei einem Vortrag am Donnerstag im Rahmen des Bertholdfestes in Garsten. Alle Menschen sind vor Gott gleich, es gibt keinen Unterschied zwischen entwickelten und „unterentwickelten“ Ländern, betonte Wagner und rief dazu auf, Eigensucht und nationalen Egoismus zu überwinden. „Gelebte Solidarität wird besonders von den Christen, verlangt.“ Anstatt den Weltraum zu erobern, sollten zuerst auf der Erde Hunger und Elend beseitigt werden, so der frühere in der kirchlichen Entwicklungshilfe auf Weltebene tätige Erzbischof. Das Bertholdfest wird in Gars-ten alljährlich im Gedenken an den ersten Abt des einstigen Benediktinerklosters gefeiert. Vor 30 Jahren, 1970, wurde Berthold von der Kirche als „Heiliger“ anerkannt.