Sudan. Der griechisch-orthodoxe Metropolit von Nubien, Titos Karantzalis (69), ist in seinem Amtssitz in der sudanesischen Hauptstadt Khartum erstochen worden. Presseberichten zufolge waren es Räuber, in Kirchenkreisen kursieren andere Versionen: der im südgriechischen Sparta geborene Bischof habe sich durch sein Eintreten für christliche Flüchtlinge aus dem Süden des Landes und besonders für versklavte Kinder schon länger den Hass radikaler Islamisten zugezogen.
Das Wasser abgraben
Deutschland. Vor dem Hintergrund der jüngsten rechtsextremistischen Anschläge und Ausländer-Hetzjagden hat der Mainzer Bischof Karl Lehmann dazu aufgerufen, der zunehmenden Fremdenfeindlichkeit im Land „gezielt und tatkräftig das Wasser abzugraben“. Es gebe eine Hemmungslosigkeit der Gewaltanwendung und ein bedenkliches „Wegsehen“ vieler Mitbürger. Ausdrücklich gibt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz zu bedenken: Eine Gesellschaft, die in vielen Bereichen ein „Sichdurchsetzen“ des Stärkeren als Leitbild anpreise, dürfe sich nicht wundern, wenn Gewalttätigkeit begünstigt werde.
Änderungen im Messbuch
Vatikan. Noch in diesem Jahr soll eine Neuausgabe des römischen Messbuchs veröffentlicht werden. Wie Radio Vatikan unter Berufung auf die Gottesdienstkongregation berichtet hat, sind die Texte bereits fertig gestellt und liegen in den Nuntiaturen und bei den jeweiligen Bischofskonferenzen zur Übersetzung vor. Gegenüber dem unter Paul VI. veröffentlichten nachkonziliaren Messbuch gibt es laut dem Vatikansender mehrere Änderungen und Ergänzungen.