Die österreichischen Ordensgemeinschaften möchten in der Zwangsarbeiterfrage „nichts verharmlosen und nichts vertuschen“, erklärte der Vorsitzende der Männerorden, Maximilian Fürnsinn. Der Propst des Augustiner-Chorherrenstiftes in Herzogenburg hält auch nichts von einem „Beschönigungsbeitrag“ unter Hinweis auf die damalige Situation, in der in Österreich das Konkordat außer Kraft war, die meisten Stifte und Klöster des Landes aufgelöst und deren Güter konfisziert waren. Bis Ende August werden daher alle Oberen in Stiften und Klöstern diesbezüglich Nachforschungen anstellen. Anschließend soll sich eine eigene Historikerkommission darüber ein Urteil bilden und Lösungsvorschläge erarbeiten. Seit vergangener Woche wird auch in den Archiven der Diözesen Wien und Graz-Seckau nach Hinweisen auf Zwangsarbeiter während der NS-Zeit gesucht.