Ausgabe: 2000/33, Kath. Familienverband, Solidarzuschlag
16.08.2000
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Der Katholische Familienverband der Erzdiözese Wien hat den von Finanzminister Grasser gemachten Vorschlag, dass jene, die im Jahr mehr als 700.000 Schilling verdienen, durch eine dreiprozentige Erhöhung des Spitzensteuersatzes einen Solidarbeitrag zur Budgetsanierung leisten sollen, begrüßt. Die soziale Treffsicherheit dürfe nicht nur auf der Ausgabenseite unter die Lupe genommen werden, sondern auch bei den Einnahmen. Der Familienverband verweist dabei auf eine Studie des Wirtschaftsforschungsinstitutes. Diese weist nach, dass die ärmsten Haushalte in Österreich mit 35 Prozent einen fast gleich hohen Anteil ihres Einkommens an die Staats- und Sozialkassen zahlen wie die Bezieher von Spitzeneinkommen mit 38 Prozent. Der – vom Finanzminister leider wieder abgeschwächte – Vorschlag eines Solidarzuschlages für Wohlsituierte sei ein Gebot der sozialen Gerechtigkeit.