Jägerstätter-Biographin Dr. Erna Putz lebt in Ostermiething und organisiert jedes Jahr im August das Jägerstätter-Gedenken.
Am 9. August haben Sie zum Gedenken an den 1943 hingerichteten Wehrdienstverweigerer Franz Jägerstätter eingeladen. Wie war die Veranstaltung? Der Umgang mit der Vergangenheit ist nie einfach und tut weh. Umso bemerkenswerter war, dass unter den knapp hundert Teilnehmenden dieses Mal etliche Gäste aus der Umgebung kamen. Jägerstätter bewegt immer mehr Menschen, auch ältere Männer. Jägerstätters Beispiel kann ihnen helfen, das eigene Leben anzusehen und vor Gott zu stellen. Viele hat es sehr tief berührt, als am Ende der Feier in St. Radegund ein 80-jähriger für einen Vorfall während des 2. Weltkrieges um Vergebung bat, der ihn bis heute belastet.
Wie steht es um das Jägerstätter-Seligsprechungsverfahren ? Am 9. August war auch Dr. Manfred Scheuer, der bischöfliche Beauftragte für das Verfahren, bei uns. Er berichtete, dass die Materialsammlung und die in OÖ nötigen Vorarbeiten abgeschlossen seien. Die Akten werden jetzt ins Italienische übersetzt. Dass die Jägerstätter-Biografie soeben in italienischer Sprache erschien, ist sicher auch hilfreich. Nun liegt der Seligsprechungsprozess in Rom. Vielleicht geht alles sehr schnell.