Am 28. August wird es zum ersten Gipfeltreffen der Weltreligionen in New York kommen. Über 1000 religiöse und geistliche Führer versammeln sich vier Tage im New Yorker Waldorf Astoria Hotel, nur eine Woche bevor sich in der UNO-Zentrale die politischen Führer zum „Millenniumsgipfel“ treffen. Dabei sind die Ziele des ersten Religionsgipfels hoch gesteckt: Zusammenarbeit für Frieden, gegen Armut und zum Schutz der Umwelt. Jedoch zu befürchten ist, dass die längst überfällige Initiative zum Feigenblatt der Politik wird. Ob die Staatslenker den Dialog mit den Religionen tatsächlich ernst nehmen, wird sich an der Teilnahme des Dalai Lama in New York zeigen. Denn die Einladung für das religiöse Oberhaupt Tibets, der Gottesstaat wurde vor 40 Jahren von China besetzt, ist nach Protesten aus Peking von der UNO ausgesetzt worden.