Zwei Millionen junge Katholikinnen und Katholiken jubeln in Rom dem Papst zu. Es verwundert nicht, dass dabei die hohe Geistlichkeit ins Schwärmen gerät. Der Jubel ist aber vielschichtiger: Junge Leute suchen vor allem Menschen, die auf der „gleichen Welle schwimmen“. Das Gemeinschaftsgefühl bei einem Gottesdienst mit zwei Millionen Gleichgesinnten ist natürlich ein anderes als bei einem „normalen“ Sonntagsgottesdienst. Und noch eines: Für die Jugendlichen ist es eine Ausnahmesituation, dass sich derart viele und hochgestellte Geistliche direkt mit ihnen auseinandersetzen. Das gilt vor allem für jene, die Manches an der Kirche kritisch hinterfragen. Vor allem sie bräuchten im Alltag diese ungeteilte Aufmerksamkeit, damit das Gemeinschafts-Erlebnis „Weltjugendtreffen“ nicht zur Seifenblase wird.