Die Entscheidung der britischen Regierung, das Klonen menschlicher Embryonen für therapeutische Zwecke zuzulassen, stößt auf breiten Widerstand. Kardinal Tonini spricht von einem Wahnsinn, Menschen zu schaffen, die dafür wieder vernichtet werden, damit die Leiden anderer gemindert werden. Peter Liese, der Sprecher der Arbeitsgruppe Bioethik der Christdemokraten im Europäischen Parlament, fordert die Aufnahme eines Klonverbotes in die EU-Charta der Grundrechte. Der Theologe und EU-Ethikberater, Dietmar Mieth, spricht von einer Augenauswischerei, denn beim Klonen handle es sich nicht um eine Therapie, sondern um „verbrauchende Embryonenforschung“. Der CDU-Abgeordnete Hupert Hüppe meinte, mit diesem Tabubruch verlasse England die europäische Wertegemeinschaft.