Wien. Am 13. Oktober (Fatimafest) wird in Wien das Seligsprechungsverfahren für P. Petrus Pavlicek eröffnet. Der Franziskaner wurde als Begründer des Rosenkranz-Sühnekreuzzuges weit über die Grenzen Österreichs bekannt. In Österreich unterstützten seine Fatima-Gebetsbewegung für den Frieden nahmhafte Staatsvertragspolitiker. Als junger Erwachsener war der 1902 in Innsbruck geborene Pavlicek aus der Kirche ausgetreten, hatte zivil geheiratet und sich später wieder scheiden lassen. Im reifen Alter fand er zum Glauben zurück, trat in Prag in den Franziskanerorden ein und wurde während des Krieges zum Priester geweiht.
Lauter gegen Rechtsradikale
München. Christen müssen sich deutlicher und lauter gegen rechtsradikale Gewalttaten und gegen das Schüren von Emotionen gegenüber Asylsuchenden stellen. Dies forderte Caritaspräsident Peter Neuhauser bei der Kundgebung „Ja zur Toleranz“ vor tausenden Menschen auf dem Marienplatz in München.
Kirchengipfel in Ungarn
Budapest. Anlässlich der 1000-Jahr-Feier der Staatsgründung Ungarns kam es in Budapest und im Kloster Pannonhalma zu bedeutsamen ökumenischen Treffen. Während der vom vatikanischen Staatssekretär Sodano gefeierten Festmesse am 20. August verkündete das Oberhaupt der Weltorthodoxie, Patriarch Bartholomaios von Konstantinopel, die feierliche orthodoxe Heiligsprechung von König Stephan von Ungarn und des Missionsbischofs Hierotheos. An den Feierlichkeiten und den nachfolgenden Gesprächen in Pannonhalma nahmen auch hohe Vertreter der russischen Orthodoxie, der lutherischen und der anglikanischen Kirche teil.