Die Rolle der Frau über einen Zeitraum von 1000 Jahren nahm die Autorin Sabine Weiss in dem Buch „Die Österreicherin“ unter die Lupe. Erforscht hat Weiss die allgemeinen Lebensbedingungen von Frauen: von der Geburt bis zum Tod (im Zeitraum von 996 bis 1996). Die Heiratspolitik der Habsburger und das Schicksal jener Frauen, die nicht verheiratet werden konnten, werden genauso beleuchtet wie das Leben der einfachen Leuten, z. B. jener ledigen Frauen, die – hatten sie die Geburt ihres Kindes überlebt – sofort wieder ihrer Arbeit nachgehen mussten.
Sabine Weiss. Die Österreicherin. Die Rolle der Frau in 1000 Jahren Geschichte. Verlag Styria 1996. Preis: S 420,–.
Frauenbilder
Das wissenschaftliche Werk betrachtet die Geschlechterrollen und das Frauenbild der Antike, wie es in den Schriften antiker Autoren überliefert wird. Von Herodots Frauenbild bis zu den Geschlechterrollen bei Ammianus Marcellinus wird der Bogen gespannt, der damit fast die ganze klassische Antike umfasst. Frauenspezifisches und geschichtliches Interesse sind für diese Lektüre unbedingt erforderlich.
Robert Rollinger/Christoph Ulf (Hgg.), Geschlechterrollen und Frauenbild in der Perspektive antiker Autoren. Studienverlag 2000. Preis: S 398,–.
Frauenleben
21 Frauen, die sich ihren Weg bahnten durch eine Gesellschaft, die ihnen enge und hemmende Normen auferlegte, werden porträtiert. Frauen wie Maria Sibylla Merian, Hildegard von Bingen oder Katharina Kepler und Mileva Einstein-Maric können heute noch Vorbilder sein. Sie stehen aber auch für die Frauen, die es nicht geschafft haben, so deutliche Spuren zu hinterlassen.
Barbara Loepfe: Voran in langen Röcken. Frauenleben zwischen Enge und Eigensinn, Brunner Verlag, S 120,–.