Schulbeginn – wir denken an Lernen. Aber auch ans Spielen!
Ausgabe: 2000/36, Spiele,
05.09.2000
- Ernst Gansinger
Die Ferien sind vorüber. Der Ernst des Alltags beginnt wieder. So ernst aber muss er nicht immer sein: Wenn die Tage kürzer werden, lässt sich prima spielen. Ein paar Anregungen dazu – in dieser Nummer Kinderspiele, nächste Woche Spiele für größere Kinder!
Tierspiele
Tieren begegnen Kinder gerne auch im Brettspiel. Sehr unterschiedlich gehen darauf die folgenden Spiele ein: Die „Ritter von der Haselnuss“ sind Eichhörnchen, die mit Würfelglück und Merkfähigkeit versuchen, vorbei an den drei Räubern Max Marder, Leo Luchs und Fritz Fuchs Haselnüsse ins Versteck zu bringen. Im Spiel „Elchfest“ geht es um Geschicklichkeit. Zwei Spieler versuchen, ihrem Elch durch Schnipseln von „Felsbrocken“ rasch einen Steig über den Fluss (glatten Tisch) zu bauen. „T-Rex“ wiederum ist ein raffiniertes Kartenspiel (mit Trumpffarbe und schwächster Farbe), das sich um eine „Sensation“ dreht: Forscher haben angeblich Eier einer neuen Dinosaurier-Art gefunden. Die Spieler versuchen, in möglichst vielen Eiersorten (= verschiedene Farben) möglichst viele Eier zu sammeln. Bei „Tabaluga“, einem Memoryspiel, treffen die Kinder wieder auf den Drachen von Peter Maffay, den sie aus der Fernsehserie kennen. Sie müssen drei Befreiungssymbole aufdecken, um eingefrorene Freunde aus der Glasburg von Arktos zu befreien. „Planet der Wunder“ und „Reise ins Tierreich“ sind Quizspiele, die das Wissen um Tiere und Natur nicht nur spielerisch abfragen, sondern auch jede Menge Informationen zum Staunen liefern. Beide Spiele schicken die Spieler rund um die Erde, wobei „Planet der Wunder“ das komplexere und umfangreichere, daher auch schwierigere Spiel ist.
Kartenspiele
Für Kinder ab 10 Jahren sind die ganz unterschiedlichen Kartenspiele „Willi“ und „Sequence“ geeignet. Bei Willi sticht die niedrigste Karte, außer jemand ruft vorher „Willi“, was nichts anderes heißt als „will i“. Jeder macht genau zwei Stiche. Wer hat am Ende die höchsten Werte heimgestochen? Bei „Sequence“ will jeder Spieler durch Spielen entsprechender Karten als erster zwei Fünfer-Reihen auf einem quadratischen 100-Kartenfelder-Spielbrett erreichen.
Merken, kombinieren, konzentrieren
Ein Klassiker ist das Detektivspiel „Cluedo“: Prof. Eutin wird tot aufgefunden. Alle Gäste des Landhauses sind nicht frei vom Verdacht. Durch geschicktes Fragen sollen die Spieler herausfinden: Wer war der Täter, welches die Tatwaffe und in welchem Raum geschah die Tat? Das „Geheimnis der Pyramiden“ ist eine kleine Variante zum größeren Bruder „Der zerstreute Pharao“, ein ebenso kurzweiliges Memoryspiel (mit drei Varianten). „Confusion“ nennt sich ein Würfelspiel, bei dem drei dreifärbige Würfel geworfen werden, die z. B. durch Aufdruck falscher Farbbezeichnungen („rot“ etwa, wenn der Hintergrund gelb zeigt) verwirren wollen. Dabei gilt es, so schnell wie möglich die fehlende Farbe zu rufen.
Besondere Spielgeschichten
Spiele haben meist einen erzählerischen Einstieg – eine Spielgeschichte. Bei „Fix und Foxi Fette Beute“ ist sie angelehnt an die Comicfiguren: Die Spieler müssen erraten, ob eine neu aufzudeckende Karte einen höheren oder niedrigeren Wert hat als die schon aufliegende Karte. „Eschnapur“ dagegen ist die Einladung, im fernen Indien der Sage vom versunkenen Reich Eschnapur nachzugehen und im Goldenen Tempel nach Schätzen zu suchen. Die Spielanleitung ist bei diesem Spiel unter allen hier vorgestellten Spielen die komplexeste (man muss sich dafür schon mehr als eine halbe Stunde Zeit nehmen). Es ist übrigens eines der wenigen Spiele, die Säckchen mitliefern, womit das Ordnen nach dem ersten Spiel leichter fällt und die Sachen nicht in der Schachtel herumkollern müssen.
Die Ritter von der Haselnuss (Bestes Kinderspiel 1997, Deutscher Spielepreis), Autor: Klaus Teuber, Verlag: Goldsieber, Spielerzahl: 3-4 Spieler, geeignet ab 6 Jahren, Spieldauer: 20-30 Minuten, Preis:S 150,– (alle Preise sind Zirka-Preise; Spiele sind von Geschäft zu Geschäft unterschiedlich teuer/billig). Elchfest, Hermann Huber, Kosmos, 2 Spieler, ab 8, 15 Min., S 150,– T-Rex, Hanno und Wilfried Kuhn, Hans im Glück, 3-5 Spieler, ab 10, 45 Min., S 80,– Tabaluga Wo sind die Freunde, Reiner Knizia, Schmidt-Spiele, 2-4, ab 5 Spieler, 15 Min., S 100,– Planet der Wunder, Kosmos, 3-6 Spieler, ab 10, 60 Min., S 450,– Reise ins Tierreich, Peter Neugebauer, Klee, 2-4 Spieler, ab 8, 40 Min., S 300,– WILLI, Günter Burkhardt, Hans im Glück, 3-4 Spieler, ab 10, 30 Min.,S 80,– Sequence, Parker, 2-12 Spieler, ab 10, 30 Min., S 250,– Cluedo, Parker (Vertrieb Hasbro), 3-6 Spieler, ab 8, 45 Min., S 320,– Das Geheimnis der Pyramiden, Gunter Baars, Ravensburger, 2-4 Spieler, ab 6 , 15 Min., S 110,– Confusion, Holger Martin, FX Spiele, 2-5 Spieler, ab 10, 15 Min., S 150,– Fix und Foxi Fette Beute, BertramKaes, Ravensburger, 2-4 Sp. , 6-12, 10-15 Min.; S 175,– Eschnapur, Reinhard Staupe,Schmidt-Spiele, 3-5 Sp., ab 9, 60. Min., S 330,–
Wir verlosen drei der diese bzw. nächste Woche besprochenen Spiele! Schreiben Sie uns, welches der besprochenen Spiele Sie gerne hätten. Sie haben die Chance, das von Ihnen favorisierte Spiel zu gewinnen. Schicken Sie Ihre Antwort bis 22. 9. an: Kirchenzeitung der Diözese Linz,Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, E-Mail: kirchenzeitung.ooe@dioezese-linz.at Kennwort „SPIELE“/b>