Dr. Silvia Habringer-Hagleitner ist Assistentin am Institut für Katechetik/Religionspädagogik und Pädagogik an der Kath.-Theol. Hochschule Linz.
Staatsgrenzen werden aus Angst vor „Fremden“ dicht gemacht, im Alltag erleben wir oft die Grenzen der Belastbarkeit und kirchliche Grenzen treiben viele zur Verzweiflung: „Leben mit Grenzen“ war das große Thema der Katechetischen Sommertagung für Religionslehrer/innen im Bildungshaus Puchberg.
Visionen lassen aufleben und Grenzen überschreiten. Von welcher Kirche träumen Sie? Ich habe die Vision von einer Kirche der „Lebenslust“, einer Kirche, die das Leben absolut bejaht und einer Kirche, die prophetisch ist und empfindsam gegen Ausgrenzung... Jesus stand auf der Seite der Verlierer.
Religionslehrkräfte erleben sich oft als Grenzgänger/innen zwischen Kirche und Gesellschaft. Als Christ/in ist man in der Gesellschaft schon „Außenseiter“. Die neue „Oberreligion“ ist die neoliberale Wirtschaftspolitik. Ich bin mehr denn je überzeugt, dass das Christentum sehr viel Weisheit birgt und etwas zu sagen hat. Schwierig sind aber die „Grenzen der Sprache“: Wie rede ich über das jüdisch-christliches Lehrgut so, dass ich heute nicht vollkommen veraltet wirke?