Missionarinnen und Missionare erzählen faszinierende Geschichten von ihrer Arbeit in Afrika. Sr. Hildegard Litzlhammer ist in der Demokratischen Republik Kongo tätig, P. Josef Denkmayr arbeitet in Ghana.
Seit 1983 lebt die Don-Bosco-Schwester Hildegard Litzlhammer in der Demokratischen Republik Kongo. Die gelernte Krankenschwester aus Eggerding leitet seit drei Jahren in der Hauptstadt Kinshasa eine Niederlassung mit acht Schwestern. Zuvor war sie vierzehn Jahre lang für das Gesundheitswesen in einem mehrere hundert Quadratkilometer großen Gebiet verantwortlich. Zu den Hauptaufgaben der Innviertlerin in der sieben Millionen-Menschen-Stadt Kinshasa zählt Unterricht für 750 Kinder und Jugendliche. Nach den Kriegswirren der letzten Jahre ist es sehr wichtig, dass auch arme Kinder die Schule besuchen können. Ein anderes Arbeitsfeld von Sr. Hildegard ist die Betreuung von Straßenkindern. Für 40 Kinder wurde ein Heim errichtet, das auch eine Berufsausbildung bietet.Als Beitrag zur Versorgung führen die Schwestern eine Bäckerei, die übrigens von einem Gönner aus dem Mühlviertel gestiftet wurde. Sie sichert 14 Arbeitsplätze und verschfft 250 Frauen durch den Weiterverkauf Lohn.
Hilfe aus der Heimat
Ohne Hilfe aus der Heimat, vor allem von Land OÖ, Kath. Männerbewegung, MIVA, Dreikönigsaktion, Caritas sowie einzelner Pfarren, so Sr. Hildegard während ihres derzeitigen Heimaturlaubes gegenüber der Kirchenzeitung, wäre der Bau von Schule und Kinderheim unmöglich gewesen.Auch Pater Josef Denkmayr ist dankbar für das Interesse und die Hilfe aus der Heimat. Der gebürtige Reichenthaler ist seit drei Jahren als Steyler Missionar in Ghana tätig. Vor seinem Theologie-Studium arbeitete er als Krankenpfleger. Seine Pfarre in Ghana ist nur durch den Busch oder über Wasser erreichbar. Zusammen mit einem indischen Mitbruder betreut er ein Gebiet von etwa 100 Quadratkilometern. P. Josef Denkmayr ist für pastorale Arbeit genauso zuständig wie für soziale Projekte. Eines der Hauptprobleme für die Menschen seiner Pfarre ist der Mangel an Trinkwasser. Viele Brunnen sind bereits gegraben. Weiterer Schwerpunkt ist die Berufsausbildung von Jugendlichen. Inzwischen ist es möglich, eine Lehre als Tischler zu absolvieren und in einer Höheren Schule Allgemeinbildung mit der Ausbildung für Schneiderei, Kochen und Stoffbatik zu kombinieren.Kopfzerbrechen macht P. Josef das Gesundheitswesen. Sein „MIVA-Auto“ ist inzwischen so etwas wie eine mobile Pflegestation. Er freut sich wieder auf die Menschen seiner Pfarre, die trotz aller Not „irrsinnig liab und freundlich“ sind.
Kontakt und Information: - Sr. Christine Stockinger, Don- Bosco-Schwestern, Linzer Str. 98, 4840 Vöcklabruck, Tel. 07672/24815 - Franziska Denkmayr, Stiftung 19, 4193 Reichenthal, Tel. 07214/41 38.