Erstkommunion und Begräbnis verdienen besondere Sorgfalt der Kirche, betonen Oberösterreichs Dechanten.
Die Feier der Erstkommunion und des kirchlichen Begräbnisses sowie Segnungen in der Öffentlichkeit werden von der Kirche als jene Ereignisse gesehen, bei denen Menschen „Kirche“ erleben, die sonst wenig oder keine Verbindung zu ihr haben. Deshalb sollen die Seelsorger und Seelsorgerinnen diesen Anlässen besondere Sorgfalt widmen.Die Erstkommunion sei als religiöses Fest für alle katholischen Kinder zu sehen, betonten Oberösterreichs Dechanten bei ihrer Herbstkonferenz letzte Woche in Puchberg. Eine stärkere Einbindung der Kinder in das pfarrliche Leben könne davon freilich kaum erwartet werden.
Begräbnis: Hilfe für Trauernde
Beim kirchlichen Begräbnis plädieren die Dechanten für „größtmögliches Entgegenkommen“. Große Bedeutung komme dem Gespräch mit den Trauernden und einer würdigen Feier zu. Das Begräbnis sei vor allem als Hilfe für Hinterbliebene zu sehen. Der Passauer Pastoraltheologe Isidor Baumgartner verwies auf den gesellschaftlichen Wandel. Die Kirche sollte in diesem neue Chancen sehen. Gegen den gesellschaftlichen Wandel anzukämpfen sei vergeudete Mühe, meinte der Theologe. Vielmehr sollte die Gesellschaft, wie sie ist als Ort gesehen werden, an dem sich Seelsorge entwickelt.