Die evangelische und katholische Kirche legten bei der Eröffnung des Evangelischen Museums in Rutzenmoos ein starkes Bekenntnis zur Ökumene ab. Die katholische Kirche richtet ein eigenes Ökumene-Referat ein.
„Wir wollen den guten Weg der Ökumene in unserem Land nicht verlassen“, betonte Superintendent Mag. Hansjörg Eichmeyer anlässlich der Eröffnung des Evangelischen Museums in Rutzenmoos letzten Samstag. Das Vatikanischen Dokument „Domunus Jesus“ hatte in den Wochen zuvor Verunsicherung ausgelöst. Bischof Maximilian Aichern bat um Vergebung für das Leid, das Katholiken im Lauf der Religionskriege evangelischen Christen angetan haben. Der Weg der Ökumene lasse nun gemeinsam auf Christus schauen. Mit 1. September hat die katholische Diözese Linz ein eigenes „Referat für christliche Ökumene und interreligiöse Begegnung“ errichtet. Es war dies ein ausdrückliches Anliegen von Diözesanbischof Maximilian Aichern. Unterstützung fand er dabei auch bei der schon lange bestehenden Ökumenischen Kommission der Diözese und beim Forum St. Severin. Das neue Ökumene-Referat soll die konkrete ökumenische Arbeit vorantreiben. Geleitet wird es von der Theologin Mag. Helga Schwarzinger. Sie ist auch Pastoralassistentin in einer Linzer Pfarre. „Es gibt unzählige Möglichkeiten, das Gemeinsame wahrzunehmen, die sind noch lange nicht ausgeschöpft“, meint sie über ihre neue Aufgabe.Das Ökumene-Referat wird dem diözesanen Pastoralamt zugeordnet. Derzeitiger Sitz ist das Dompfarramt Linz. Dompfarrer Dr. Maximilian Strasser ist Vorsitzender der Ökumenischen Kommission der Diözese Linz.