Die Frauen von Ort im Innkreis haben die Sehbehelfe einzeln verpackt
Ausgabe: 2000/38, Brillen, Sibirien, Ort im Innkreis
19.09.2000
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Die Rückholaktion einer Brillen-Firma kommt Menschen in Sibirien zugute.
Ein Pfarrer und fünf Schwestern der „Missionarinnen Christi“ und eine Franziskanerin betreuen in Omsk in Sibirien ein Gebiet von 1000 Kilometer Durchmesser.Die Bevölkerung ist sehr arm. Löhne werden oft gar nicht oder in Raten bezahlt. Viele Familien geraten ins soziale Abseits. Im Krankenhaus wird nur aufgenommen, wer Geld, Medikamente und Bettwäsche mitbringt. Brillen sind für viele Menschen unerschwinglich. Die Firma Pearle hat mit einer Rücknahmeaktion in ganz Österreich 12.200 Brillen gesammelt und im Mai an Sr. Katharina Ranseder beim Heimaturlaub übergeben. Die Nichte einer Schwester von Omsk ist Optikerin bei Pearle. Sie hat während eines Sommerurlaubs in Sibirien zwei Frauen ausgebildet, die bereits die Optikerprüfung abgelegt haben. Die Frauen der Kath. Frauenbewegung (KFB) Ort i. I. haben die Brillen einzeln verpackt, damit sie den Transport heil überstehen. Die Frauen haben schon oft geholfen: Sieben Tonnen Hilfsgüter wurden in den vergangenen Jahren nach Omsk verladen. Sie schicken auch Geldspenden, damit Lebensmittel vor Ort gekauft werden können.
Nähere Information: Maria Ranseder, Tel. 07751/78 80.