Die Reform des Pensionssystems sei notwendig, meinte in einem Kirchenzeitungsgespräch der Sozialreferent der Diözese Linz, Dr. Severin Renoldner. Die Wohlstandsgesellschaft werde vom Volkseinkommen her in der Lage sein, die Pensionen auch in Zukunft zahlen zu können. Renoldner regt einen Gesellschaftsvertrag mit sozialer Verbindlichkeit an. Wenn die Gesellschaft in 50 Jahren arm sein sollte, treffe das auch die Pensionen. Die Pensionisten müssten aber am Reichtum der Gesellschaft teilhaben können. Sonst würde soziales Vertrauen zerstört.
Über Privilegien zu diskutieren sei müßig, Obergrenzen seien sinnvoll. Eine Angleichung der Pensionssysteme sollte auf dem Verhandlungsweg erreicht werden (wie bei der Anfang der 90-er-Jahre ausverhandelten Pensionsangleichung zwischen Männern und Frauen vorgezeigt).