Pastoralassistent/innen werden in der Diözese benötigt
Ausgabe: 2000/38, Pastoralassistent/innen
19.09.2000
- Matthäus Fellinger
Vom Priestermangel ist viel die Rede. Aber auch für Laienseelsorger/innen heißt es: Arbeitsplätze sind frei.
Gemeinsam mit den Priestern stehen sie in der Seelsorge im unmittelbaren Kontakt mit den Freuden und Sorgen der Menschen. 90 Männer und Frauen sind als Pastoralassistent/innen zur Zeit in den Pfarren der Diözese Linz im Einsatz. Bis zum Jahr 2010 sind 130 Planstellen in diesem Bereich vorgesehen. Allerdings: Zur Zeit treten gerade soviele Theolog/innen ihren Dienst in der Seelsorge an, dass die Abgänge gedeckt werden können.Die Leiterin der Abteilung Pastorale Berufe, Mag. Brigitte Gruber-Aichberger, kann also „guten Gewissens“ dazu ermuntern, diesen Beruf anzustreben – die eigene persönliche Glaubenseinstellung und eine gewisse Kirchenbindung werden natürlich vorausgesetzt. Menschen, die gerne mit und für andere arbeiten, kommen für den Seelsorgeberuf in Frage.
Zwei Ausbilungswege stehen Interessierten offen: ein Theologiestudium, das auch zum Unterricht an Schulen berechtigt, oder die Absolvierung einer Ausbildung am Seminar für kirchliche Berufe in Wien.
Auch bei Laientheolog/innen gibt es immer wieder „Spätberufene“, die erst nach einiger Berufserfahrung auf die Seelsorge umsteigen wollen. Die Einsatzfelder sind vielfältig – ob in einer Pfarre, in einem Krankenhaus oder in der Jugendarbeit.
„Pastoralassistent/innen wiegen nicht den Priestermangel auf, aber sie tragen die Seelsorge wesentlich mit“, betont Gruber-Aichberger.