Seit 1. September ist Mag. Irmgard Lehner, Wels, als Nachfolgerin von Mag. Gabriele Kienesberger die Frauenbeauftragte der Diözese (wir berichteten). Mag. Kienesberger sprach im Abschiedsinterview mit der KIZ, sie habe gelernt, dass es nur in kleinen Schritten vorwärts gehe. Frage an Mag. Lehner: Warum nicht auf große Schritte hoffen? Ich versuche, einen realistischen Blick auf das Ganze zu haben. Ich denke, dass Schritt für Schritt etwas weitergeht. Wir müssen die Energie dort einsetzen, wo etwas weitergeht. Ein nahes Ziel ist es, Frauen verstärkt in die Gremien zu bringen. Freilich dürfen wir nicht die anderen Dinge – etwa das Diakonat der Frauen – aus den Augen verlieren. Ich habe da ein Bild vor mir: Nach strengem Winter kommt der Frühling. Nur ist der Zeitpunkt ungewiss.
Frau Kienesberger sprach vom Initiieren. Ist mehr nicht möglich? Eine der Aufgaben wird sein, kirchliche Entscheidungsträger – das sind großteils Männer – für Frauenanliegen sensibel zu machen. Ich bin überzeugt, dass etwas möglich ist. Ich habe mir vorgenommen, Fragen zu stellen: Wo sind da die Frauen, was bedeutet es für die Frauen – in Gremien, in der Sprache, in der Liturgie?