Horn. Am 2. Oktober begann im Canisiusheim Horn eine neue Form der Vorbereitung von Seminaristen. Alle Kandidaten, die neu in eines der diözesanen Priesterseminare eingetreten sind, absolvieren eine einjährige Einführungsphase, in der es um die Abklärung der Berufung und um die menschlich-geistliche Persönlichkeitsbildung geht. Eingebaut in diese Vorbereitung ist ein sechswöchiges Praktikum in einer Sozialeinrichtung.
EU-Charta: ohne Religion
Brüssel. In der Grundrechte-Charta der EU wird es entgegen bisherigen Entwürfen voraussichtlich keinen Bezug auf das „religiöse Erbe“ Europas geben. Das hat der französische Vertreter im Grundrechte-Konvent unter Berufung auf die strikte Trennung von Religion und Staat in Frankreich durchgesetzt. In der Debatte der Regierungsvertreter sprach sich nur Österreich für die bisherige Formulierung aus: „Ausgehend von ihrem kulturellen, humanistischen und religiösen Erbe gründet sich die EU auf die unteilbaren und universellen Grundsätze der Würde des Menschen, der Freiheit, der Gleichheit und der Solidarität; sie beruht auf den Grundsätzen der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit.“
Beratung neu geregelt
Fulda. Die Deutsche Bischofskonferenz hat auf ihrer Herbstsitzung in Fulda die Schwangerschaftsberatung neu geregelt. Es soll weiterhin eine qualifizierte Beratung für Schwangere in Notlagen geben, es wird aber kein Beratungsschein, der bei einer Abtreibung vorgelegt werden muß, mehr ausgestellt. Die Bischöfe distanzierten sich vom Verein „Donum Vitae“ katholischer Laien, der in seinen neuen Beratungsstellen weiterhin Scheine ausstellen will.