Das Nein der Dänen zur Euro-Einführung wird von vielen trotz aller Beschwichigungen als Niederlage für den europäischen Einigungsprozess gewertet. Und das zu Recht. Denn hinter der Entscheidung der Dänen standen nicht nur irrationale nationalistische Beweggründe, sondern die berechtigte Sorge, als kleines Land von den Großen der Union und der Brüssler Bürokratie an den Rand gedrückt zu werden. Österreich kann davon ein garstig Lied singen – nicht nur wegen der Sanktionen, sondern auch als Opfer der Mächtigen in der Transitfrage. Sie setzen sich über bestehende Verträge hinweg und lassen die leidtragenden Bewohner an den Transitrouten wissen: Geld ist uns wichtiger als Mensch und Umwelt.