Im Rahmen der Reihe „Frauengeschichte und Christentum. Bis hieher und trotzdem weiter“ hält Mag. Michaela Moser einen Workshop über „Aufbruch der Frauen – Feministische Theologien weltweit“. Die Veranstaltung findet am Freitag, 6. Oktober 2000 von 16.00 bis 18.00 Uhr im Haus der Frau statt. Moser studierte in Innsbruck, Nijmegen und Southampton Theologie. Die ökumenische Frauenarbeit ist ihr ein besonderes Anliegen. Frau Mag. Moser, wohin soll sich die Kirche entwickeln? Es müssen in der römisch-katholischen Kirche „Räume“ geöffnet werden, den Frauen darf kein Zugang verwehrt sein. Ich möchte diese Forderung aber nicht auf die Ämterfrage reduzieren. Es geht darum, dass Frauen in der männerdominierten Kirche ihre besonderen Erfahrungen einbringen können: ihre Dialogfähigkeit, ihre sozialen Kompetenzen und ihr Bewusstsein von verkrusteten Strukturen.
Welche Impulse setzen die feministischen Theologien? Die Forschungen der letzten Jahrzehnte zeigen, dass Frauen auch theologisch viel zu sagen haben. Die feministischen Theologien erinnern an die Praxisgebundenheit jeder Theologie. Weiters zeichnet sie eine klare Parteilichkeit für jene aus, die am Rand stehen.