Kinder mit Behinderungen finden in ihrer Freizeit kaum Anschluss an normale Spielgefährten. Die Katholische Jungschar will dem entgegensteuern.
Bei den Kinderorganisationen ist es oft die Angst vor dem Fremden und eine gewisse Überforderung im Umgang mit Behinderten. Auf der einen Seite fehlt es an unterstützenden Maßnahmen für die Familien, andererseits haben die Kinder durch Therapien und den ganztägigen Schulbesuch ein sehr knappes Zeitbudget. Dies ergibt die neue Studie der Katholischen Jungschar Österreichs „Freizeit mit Hindernissen“. Wünsche, Träume und Freizeitaktivitäten von behinderten Mädchen und Buben unterscheiden sich kaum von denen ihrer nicht behinderten Altersgenossen. Eltern haben – so die Studie – wenig Unterstützung bei der Integration ihrer Kinder mit Behinderung. Meist ist es so, dass die Integration dieser Kinder als Privatangelegenheit Einzelner angesehen wird, von Müttern und Vätern ebenso wie von einzelnen engagierten GruppenleiterInnen und AnimateurInnen. Eine Hauptforderung der KJS ist die Bereitstellung von finanziellen Mitteln, damit die Teilnahme an diversen Freizeitaktivitäten ermöglicht wird. Seitens der Jungschar wird bewusst das Ansprechen und Einbinden von Kindern mit Behinderung forciert. Menschen mit Handicap sollen ganz selbstverständlich am kirchlichen Leben teilnehmen können.