Eine Arbeitsgruppe des Diözese Linz macht auf die Anliegen der Schwerhörigen in der Kirche aufmerksam.
Schwerhörige erleben ihr Leiden oft als Stigma, weiß der Gehörlosenseelsorger der Diözese, Mag Helmut Part, aus vielen Gesprächen mit Betroffenen. Das Gefühl ständig ungewollt ausgeschlossen zu sein, führt zu Rückzug und Isolation. Die Kirche müsse bewusst auf die Schwerhörigen zugehen, so Part, und auch die technischen Hilfsmittel nutzen, die zur Verfügung stehen. Zudem sei Informationsarbeit notwendig: „Schwerhörigkeit kann so unterschiedliche Formen annehmen wie eine Blinddarm- oder eine Halsentzündung“. In der Stadtpfarrkirche Urfahr wird monatlich ein Gottesdienst für Schwerhörige gefeiert, bei dem jeweils Begleittexte zur Verfügung stehen. Beim nächsten Gottesdienst am 15. Oktober um 10.00 Uhr wird auch eine Induktionsanlage in Betrieb genommen. Die Messfeier wird dabei ohne störende Nebengeräusche direkt vom Mikrofon des Altarraums auf die Hörgeräte der Schwerhörigen übetragen.
Selbsthilfegruppe „Hörbeeinträchtige, Angehörige und Freunde“. Nächstes Treffen: 25. 10. 2000 um 19 Uhr in der Stadtpfarre Urfahr, Kontakt: Bernadette Heneckl, Tel. 0732/65 14 25.