50 Grad im Sommer. Der Haslacher Missionar Johann Königseder teilt das Leben mit den Armen am Rand der Kalahari-Wüste.
Seit 32 Jahren wirkt P. Johann Königseder in Namibia als Missionar. Bis September war er wieder einmal auf Heimaturlaub in Haslach. Eine gute Gelegenheit, daheim Verständnis für die Anliegen von Weltkirche zu fördern.100 Kilometer südlich von Windhoek, das war die erste Station den damals jungen Oblaten des hl. Franz von Sales. Er errichtete eine Kirche, baute die Missionstation aus. 1984 kam er noch weiter nach Süden, um am Rand der Kalahari-Wüste neuerlich eine Missionsstation aufzubauen. Dazu gehört auch ein Schülerheim, in dem 170 Kinder von armen Landarbeitern, die auf den weit verstreuten Farmen beschäftigt sind, Aufnahme finden. Den Großgrundbesitzern, so Königseder, wäre es oft lieber, die Kinder blieben dumm, damit sie billige Schafhirten zur Verfügung hätten. Größtes Problem ist in der trockenen Wüstenregion die Wasserversorgung. Mit Windpumpen wird das Wasser aus dem Boden geholt. Die Menschen wohnen in Blechhütten, bei Temperaturen bis 50 Grad. Der Haslacher Missionar nimmt diese Umstände gerne in Kauf. Im von Materialismus und Hast geprägten Europa könne er es sich nicht mehr vorstellen, meint er.