Vor 100 Jahren erreichte das Krankenhaus Braunau die Finanzierung aus öffentlicher Hand.
Am Mittwoch, 4. Oktober feierte das Krankenhaus St. Josef Braunau das Jubiläum „100 Jahre Öffentlichkeitsrecht“. Mit diesem im Jahr 1900 verliehenem Recht war die Finanzierung des damals noch städtischen Krankenhauses Braunau gesichert. Die öffentliche Hand übernahm damit die finanzielle Abdeckung. Die Feier begann mit einem Festgottesdienst in der Stadtpfarrkirche mit Diözesanbischof Maximilian Aichern. Nach einem gemeinsamen Fackelzug von der Kirche in das Spital gab es dort im Festsaal einen würdigen Festakt mit zahlreichen Gästen, darunter auch viel Prominenz . Dabei wurden auch brisante Fragen zur Spitalsfinanzierung angesprochen.Die Generaloberin der Franziskanerinnen von Vöcklabruck, die Träger des Krankenhauses St. Josef sind, forderte Verteilungsgerechtigkeit für die Ordensspitäler, die „einsichtbar und begründbar ist“. Sie meinte weiters, „dass ein Krankenhausbetrieb wirtschaftlich stimmen muss, aber es darf auch nicht vernachlässigt werden, was Dienst am Menschen ist. Das Ziel muss der Mensch bleiben, der unsere Hilfe braucht.“ Die Franziskanerinnen von Vöcklabruck haben 1935 das Krankenhaus von der Stadt Braunau erworben, nachdem die Schwestern schon seit 1899 die Pflege übernommen hatten.Lob gab es von Landeshauptmann Josef Pühringer für die Führung und das Klima in Ordenskrankenhäusern. Er verbürgte sich, dass es faire Verhandlungen über die Wünsche der Orden geben wird. Es ginge darum, richtige Prioritäten zu finden, wie man zu möglichst großer Gerechtigkeit im Verteilen der Mittel kommt.