Macht und Ansehen, Reichtum und Besitz, ja sogar Gesundheit und Leben – nichts ist so wertvoll wie die Weisheit, Gabe Gottes an uns Menschen. Weisheit meint auch jene „Klugheit“, die uns hilft, unsere Alltagsprobleme so zu sehen und zu bewältigen, dass unser Leben glücken und gelingen kann. Daher betete ich, und es wurde mir Klugheit gegeben; ich flehte, und der Geist der Weisheit kam zu mir. Ich zog sie Zeptern und Thronen vor, Reichtum achtete ich für nichts im Vergleich mit ihr. Keinen Edelstein stellte ich ihr gleich; denn alles Gold erscheint neben ihr wie ein wenig Sand, und Silber gilt ihr gegenüber so viel wie Lehm. Ich liebte sie mehr als Gesundheit und Schönheit und zog ihren Besitz dem Lichte vor; denn niemals erlischt der Glanz, der von ihr ausstrahlt. Zugleich mit ihr kam alles Gute zu mir, unzählbare Reichtümer waren in ihren Händen.
2. Lesung Hebr 4, 12–13
Gottes Wort ist lebendig und wirkmächtig für unser Leben, nicht toter Buchstabe. Denn lebendig ist das Wort Gottes, kraftvoll und schärfer als jedes zweischneidige Schwert; es dringt durch bis zur Scheidung von Seele und Geist, von Gelenk und Mark; es richtet über die Regungen und Gedanken des Herzens; vor ihm bleibt kein Geschöpf verborgen, sondern alles liegt nackt und bloß vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft schulden.