Im Bildungshaus Puchberg trafen sich rund 150 Telefonseelsorger/innen aus ganz Österreich zum Erfahrungsaustausch. Dr. Manja Lehner leitet die Telefonseelsorge in Oberösterreich.
Dr. Manja Lehner, welche Impulse nehmen Sie aus Puchberg mit? Wir haben unsere Zusammenkunft unter das Motto „www.ts-oneline“ gestellt und die Wortgruppe „inverbindungsein“ hinzu gestellt. Die drei „w“ der Internet-Sprache stehen bei uns für Wurzeln, Würdigen und Wandeln. Nur wer sich seiner Quellen bewusst ist – persönlich, familiär, geschichtlich und spirituell – und wer diese Quellen auch würdigt, kann auch andere würdigen – und er wird Kraft zum Wandel haben. Wer mit sich selbst nicht in Verbindung steht, wird auch mit anderen nicht in Verbindung stehen können – und nicht mit Gott.
Was folgt für Sie daraus? Ich würde beim Wandel ansetzen. Das ist ein schwieriger Punkt für viele. Wir suchen das Heil oft im Festhalten. Indem wir an Gewohntem festhalten, meinen wir, Sicherheit zu gewinnen. Das ist aber ein Irrtum. Als Berater/innen müssen wir mit der dahinter liegenden Angst vor dem Wandel umgehen. Die Sicherheit liegt darin, sich dem Wandel zu überlassen, denn Leben ist Wandel.