Großes Echo auf Charta, Europa und Dritte Welt, 50 Jahre Nächstenliebe
Ausgabe: 2000/41, Großes Echo auf Charta, Europa und Dritte Welt, 50 Jahre Nächstenliebe
10.10.2000
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Großes Echo auf Charta Genf. Auf unerwartet großes Echo unter den europäischen Kirchen stieß der erste Entwurf einer „Charta Oecumenica für die Zusammenmarbeit zwischen den Kirchen in Europa“. Es geht dabei um einen Katalog von Grundregeln, zu denen sich die Kirchen selbst verpflichten und deren Umsetzung auch überprüft werden soll. Nach mehr als 150 Kommentaren und Änderungswünschen aus den verschiedenen Kirchen wird bis Ende Jänner eine neue Fassung erarbeitet.
Europa und Dritte Welt Wien. In Wien wurde am 3. Oktober das Koordinationsbüro für das Projekt „Trialog“ eröffnet. Es handelt sich dabei um den Aufbau eines Netzwerkes von entwicklungspolitisch engagierten privaten Organisationen (NGOs) in den Ländern der EU und den 12 Beitrittsländern. Trialog will den entwicklungspolitischen Dialog zwischen den Ländern Europas sowie mit den Partnern im Süden fördern. Das von der EU-Kommission zu 85 Prozent finanzierte und von ÖED-Geschäftsführer Robert Zeiner aufgebaute Büro versteht sich auch als Servicestelle, um den meist jungen NGOs aus den Reformländern entwicklungspolitisches Know-how aus dem EU-Raum zugänglich zu machen.
50 Jahre Nächstenliebe Kalkutta. Am 7. Oktober feierte der von Mutter Teresa gegründete Orden „Missionarinnen der Nächstenliebe“ sein 50-jähriges Bestehen. Das Programm der heute 4000 Schwestern in über 120 Ländern ist wie zu Beginn des Ordens die Sorge um die Ärmsten der Armen, um Sterbende in den Elendsvierteln, um Aids- und Leprakranke, um Prostituierte und Waisen in Dritte-Welt-Ländern. In Österreich gibt es den Orden seit 1985.