Wertvolle Erinnerungen an die ersten Jahre – der Computer hilft mit
Ausgabe: 2000/42, Tagebuch, Grubinger
17.10.2000
- Maria Haunschmidt
Hat Ihnen Ihr Kind viele schlaflose Nächte bereitet? Was waren seine ersten Worte? Alles vergessen? Wie schade!
Wann konnte das Kind sitzen, krabbeln, laufen, wann kam der erste Zahn? Wenn Sie ein Kind oder Enkelkind haben, nehmen Sie sich möglichst von Anfang an die Zeit für ein Tagebuch oder zumindest für eine kleine Chronik mit gelegentlichen Eintragungen. Viel zu schnell sind die Kinder erwachsen und die Erinnerungen wie weggeblasen. Schon Kindergartenkinder interessieren sich aber brennend dafür, wie es war, als sie klein(er) waren und blättern gern in einer„Chronik“, in der von der Geburtsanzeige bis zu Zeichnungen alles aufgehoben ist. Ein solches Werk ist auch später von Interesse, nicht nur wegen der durchgemachten Kinderkrankheiten. Nicht von ungefähr werden die oft spärlichen Fotos aus frühen Kindheitstagen wie ein Schatz gehütet und lassen manchmal noch die nächste Generation in Verzückung geraten. Daher: Kinderkauderwelsch, der schnell in Vergessenheit gerät, ebenso wie Kritzeleien, originelle Fotos, drollige Aussprüche und Fakten konservieren wie z. B.: „Was macht besondere Freude am Kind? Was nervt manchmal?“. Schenken Sie Ihrem Kind oder Ihrem Enkelkind solche Erinnerungen an seine ersten Jahre, gleichgültig ob es ein Brief an das Kind, ein Erlebnisbericht oder aneinandergereihte Dinge sind, z. B. ganz einfach gesammelt bzw. aufgeklebt in einer Mappe. Isolde Grubinger aus dem Bezirks-Altenpflegeheim in Traun übersandte uns von ihrem Urenkel namens Heiko originelle Aussprüche (rechts stehend sind „Kostproben“). Jemand aus der Familie hat das Ganze per Computer in eine nette Form gebracht. Bestimmt wird Heiko das später gerne ansehen und sich an seine Urgroßmutter zurückerinnern.
Aus Kindermund
- Heiko durfte zwei Kindergartenfreunde einladen. Ihre Frage war: „Wo schläft dein Papa?“ Heiko: „In Rosenheim, weil wir sind Alleinerzieher!“ - Freund Elvis fragt Heiko: „Wirst du auch einmal ein Opa?“ Heiko: „Nein, weil ich keine Glatze habe.“ - Als Heiko erfuhr, dass sein Hund Bobby, der schon sehr leiden musste, erlöst wurde, weinte er. Seine Mama versuchte ihn zu trösten: „Für Bobby war es gut.“ Heiko war empört. „Und wenn ich sterbe, sagst du, das ist dann auch gut für mich?“ - Ute hat Heiko aus einer Broschüre vorgelesen. Unter andem ist das Wort Sex vorgekommen. Ute hat Heiko gefragt, ob er weiß, was das ist. Heiko: „Freilich. Ich bin sechs!“