Ohne Unterstützung werden viele Menschen in Bosnien den kommenden Winter nicht überleben, warnt die Flüchtlingshilfe aus den Pfarren St. Georgen/G., Steinerkirchen- Fischlham und Treffling.
Das vierköpfige Team, das kürzlich einen Hilfstransport nach Bosnien begleitete, ist noch voll von den Eindrücken der bittersten Not. Die Flüchtlingshilfe-Gruppen der drei Pfarren nehmen sich seit Juli 2000 in der Region Sanski Most und Prijedor besonders um sechs Rücksiedler-Lager an. Auf Grund des Dayton-Abkommens sind die rund 500 Bewohner/innen verpflichtet in ihre Heimatdörfer zurückzukehren. Weil oftmals noch Serben in den Häusern wohnen oder diese zerstört sind, leben – richtiger: vegetieren – die Menschen weiter wie Flüchtlinge: in Baracken mit Papp-Dächern, in verschlissenen Zelten oder in den Ruinen ihrer eigenen Häuser. Die Rücksiedler sind auch nicht in der Lage, sich selbst zu ernähren. So sind die Menschen der sechs Lager seit Juli 2000 ausschließlich auf die Hilfe aus Oberösterreich angewiesen. Konkret: Ein örtlicher Bäcker beliefert die Flüchtlinge täglich mit Brot, das Mehl wird aus Spendenmitteln bezahlt. Nur mehr bis Mitte November ist die Finanzierung der Basisversorgung gesichert. „Ohne unsere Unterstützung können die Lagerbewohner den Winter nicht überleben“, stellen die Flüchtlingshelfer klar. Außer Diskussion steht: „Wir lassen die Menschen in den Lagern nicht im Stich.“ Dabei haben die Helfer aus Oberösterreich ausschließlich die Lebensmittel im Auge, an Möglichkeiten, um die Behausungen notdürftig winterfest zu machen, ist vorerst nicht zu denken.
Konatktperson (für Spenden und Weihnachtskartenaktion): Monika Punzenberger-Weilguni, Zottmann 12, 4222 St. Georgen/G., Tel. 0699/17 15 17 99.