Landwirtschaft ist weiblich, Starke Frauen auf dem Weg
Thema Frau
Ausgabe: 2000/42, Frau, Frauenkommission
17.10.2000
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Landwirtschaft ist weiblich
„Die Bäuerin hat den gesellschaftlichen Wandel mit vollzogen. Sie wird als attraktive und engagierte Frau gesehen, die vielfältige Leistungen für die Gesellschaft bringt“, stellte Landesbäuerin HermineZiegelböck beim Welttag der Landfrauen fest. Mehr als zwei Drittel der Landwirtschaftlichen Betriebe sind fest in Frauenhand, sie werden im Nebenerwerb fast aus-schließlich von Frauen geführt. Weitere wichtige Aufgaben: Bäuerinnen gelten als Motor vieler kultureller Veranstaltungen und Betreiberinnen wichtiger sozialer Einrichtungen wie „Vermittlung sozialer Dienste“, „Soziale Betriebshilfe“, „Entlastungshilfe“ und „Bauern helfen Bauern“. Verstärkt nutzen Bäuerinnen auch Bildungsangebote: Sie sind als Gesundheitsbegleiterinnen und Tagesmütter tätig. Allein in Oberösterreich halten außerdem 60 „Seminarbäuerinnen“ Kurse für ihre Berufskolleginnen.
Starke Frauen auf dem Weg
Tatendurstig hat die neue Frauenkommission (FRK) unter der Leitung von Mag. Irmgard Lehner die Ärmel hochgekrempelt, um die Sache der Frauen in der Diözese voran zu treiben: Innerhalb von zwei Jahren soll ein Frauengleichstellungsplan für die Diözese Linz erarbeitet werden. So will zum Beispiel eine Coaching-Gruppe jene Frauen, die bereits an leitenden Stellen der Kirche arbeiten, vernetzen und stärken. Gestärkt und mehr gewürdigt soll auch die wertvolle Arbeit der ehrenamtlich in der Kirche tätigen Frauen werden. Für die unmittelbar praktische Arbeit bietet die FRK auch weiterhin Predigt-Hilfen an – aus Frauenperspektive mit Liedvorschlägen und liturgischen Texten in frauengerechter Sprache.