Ausgabe: 2000/42, Entwicklungshilfe, Kath. Männerbewegung
17.10.2000
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Vor den rund 400 Delegierten beim Diözesantag der Katholischen Männerbewegung bekräftigte Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer seine Absicht, das Budget für Entwicklungshilfe durch das Land Oberösterreich zu erhöhen. Einen entsprechenden Antrag will er in der Budgetdebatte einbringen. „Unser Land muss auch in Zukunft ein Land der geistigen Weite bleiben“, betonte er. Den Männern dankte er für den Einsatz gerade in sozialen Fragen. Vorsitzender Dr. Franz Gütlbauer unterstrich, die Katholische Männerbewegung müsse wie die Kirche insgesamt für Randgruppen eintreten. Ausdrücklich nannte er die „begründeten Interessen der Homosexuellen“, die nicht als Kranke oder Sünder abgestempelt werden dürften. Er bedauerte, dass in Österreich der „Dialog für Österreich“ versandet sei. Die begründeten Anliegen des Kirchenvolksbegehrens unter den Teppich zu kehren, könne keine Lösung sein, meinte Gütlbauer. Er erneuerte den Wunsch, Frauen zum Diakonat und bewährte verheiratete Männer zum Priesterberuf zuzulassen.(Siehe auch Interview mit Dr. S. Rosenberger, Seite 32.)