Martin läutete bei Opa und Oma Sturm. „Oma kann ich aus deinem Garten Kürbisse haben, wir brauchen sie für Halloween! “ fiel er gleich mit der Tür ins Haus. „Kürbisse gebe ich dir gern, Martin, aber was ist denn das Halloween?“ fragte die Oma „So ein neumodisches Zeugs, und nicht einmal christlich!“, meinte der Opa kopfschüttelnd.Martins Opa hat nicht unrecht: Halloween ist kein christliches Fest, und es wurde in Europa vor vielen Jahrhunderten von den Christen mit dem Fest Allerheiligen verschmolzen. Wir Christen feiern Anfang November auf alle Fälle Allerheiligein und Allerseelen und wir gedenken unserer Toten. Das auf Umwegen aus Amerika eingewanderte Fest Halloween hat mit der Angst vor Dunkelheit und bösen Geistern zu tun. Oft werden daher aus Kürbissen gespenstische Gesichter gebastelt. Spielerischer Umgang mit den eigenen Ängsten soll Angst bewältigen helfen. Beim neuen Halloween-Fest gehen manche Kinder hässlich verkleidet mit dem Spruch von Haus zu Haus „Süßes oder einen Streich“ – „trick or treat“. Nicht allen Erwachsenen gefällt dieser Brauch.
„Man kann das Fest auch zu einem guten Zweck umfunktionieren!“, dachten sich im vergangenen Jahr fünf Mädchen aus Katsdorf. Sie gingen als Hexen verkleidet zu den Häusern. Die erhaltenen Zuckerl teilten sie untereinander auf und erhaltenes Geld spendeten sie für Straßenkinder in Chile. Auch in den USA wird an diesem Tag Geld für das Kinderhilfswerk UNICEF gesammelt. Selbst wenn man kritisch zu dem „neumodischen Fest“ steht, wie Martins Opa es ausdrückt – eines ist sicher: Das Basteln mit Kürbissen ist recht lustig.