Landesmuseum zeigt Bilder von der anderen Seite der Medaille
Ausgabe: 2000/43, Landesmuseum
24.10.2000
- Ernst Gansinger
Seit zehn Jahren besteht die Auslandshilfe der Caritas der Diözese Linz. Aus diesem Grund gibt es eine Foto-Ausstellung.
Sie wird im Landesmuseum in Linz bis 7. Jänner 2001 gezeigt. Zu sehen sind insgesamt 45 Bilder aus den Partnerländern. Katastrophen und Kriege in Europa und im Süden dieser Welt lösten in Oberösterreich Wellen von Hilfsbereitschaft aus. Allein für den Kosovo wurden fast 20 Millionen Schilling gespendet. Für Caritas-Projekte in Mostar und Weißrussland spendeten die Leserinnen von „Welt der Frau“; für die Betroffenen der Katastrophe von Tschenobyl die Kirchenzeitungsleser/innen.
Es gilt, Schwerpunkte zu setzen, sagt Caritas-Direktor Josef Mayr, denn die Not hat viele Plätze auf dieser Welt. Die Caritas Linz arbeitet dabei eng mit der Caritas Östereich und der internatioanlen Caritas zusammen. Schwerpunktländer der Auslandshilfe der diözesanen Caritas sind Rumänien, Weißrussland und Bosnien-Herzegowina. Aktuelle Hilfe braucht die Caritas für ein Asthma-Sanatorium in Praid, Rumänien, für eine ökumenische Tagesheimstätte (gemeinsam mit der Diakonie) in Mostar sowie für das mit Hilfe der Kirchenzeitungsleser bei Minsk entstehende Mutter-Kind-Zentrum für krebskranke („Tschernobyl“-)Kinder. Bilder von diesen Ländern, fotografiert von Landsleuten, geben Einblick in die Aufgaben der Caritas.„Materielle Hilfe allein genügt nicht“, sagt der Geschäftsführer des Bereiches „Internationale Projekte“, Mag. Fritz Mayrhofer. Es braucht auch die Vermittlung von Erfahrungen und Bewusstsein in der Behindertenarbeit genauso.