Nicht das Projekt, der Betreiber ist außergewöhnlich: Der Karmelitenorden errichtet ein Einkaufs- und Bürozentrum. In der neuen „Mozartpassage” wird auch für die „City Pastoral“ Platz sein.
„Wir sind verpflichtet unsere Möglichkeiten zu Gunsten der Menschen einzusetzen“, erklärt P. Paul Weingartner vom Linzer Karmelitenkonvent die Investition von 200 Millionen Schilling in die Erweiterung der unattraktiv gewordenen Mozartpassage: 28 Geschäfte (9.500 Quadratmeter) und Büros (2.700 Quadratmeter) wird der neue Gebäudekomplex beherbergen, der die Fläche zwischen Land-, Harrach-, Mozart- und Dametzstraße umfasst. Im September 2001 ist Eröffnung. Das Grundstück, auf dem die neue Mozartpassage errichtet wird, gehört seit Gründung des Klosters im Jahre 1674 den Karmeliten. Die Verwertung dieser Top-Lage ist die einzige Geldquelle des Ordens in Österreich. Die künftigen Einnahmen aus dem Projekt geben den Karmeliten die Möglichkeit, ihre Konvente, Kirchen, pastoralen und sozialen Werke erhalten zu können. Ein Teil des Geldes fließt auch in die Missionsarbeit und wird für die Berufsausbildung junger Menschen und für die Förderung des Ordensnachwuches verwendet. Obwohl auf dem Baugelände erst die Abbrucharbeiten begonnen haben, sind bereits alle Büros vermietet. Ein Drittel der Geschäftsflächen sind ebenfalls schon vergeben, für ein weiteres Drittel gibt es konkrete Interessenten. Im Zuge des Neubaus schaffen die Karmeliten auch Platz für ein zusätzliches religiöses Angebot in der Linzer Innenstadt. In den weitläufigen Kellerräumen unter der Kirche entsteht ein Begegnungszentrum, eine Zone der Ruhe und eine Anlaufstelle für religiös suchende Menschen.