„Was sollen wir in der Kirche jetzt tun?“ Während einer Festwoche zum Kirchweihjubi-läum erprobte die Pfarre Neuhofen Antworten in der Praxis
Eröffnet wurde die Geburtagswoche mit einem Gottesdienst. Der Konvent des Stiftes Kremsmünster betete mit der Pfarrgemeinde die Vesper, das feierliche Abendlob der Kirche. Am Kirchweihtag selbst, dem 18. Oktober 2000, war Dr. Walter Wimmer zu Gast in Neuhofen. Der Sprecher des Priesterrats erinnerte in seinem Vortrag an ein Bild von Kirche, das in den ersten Jahrhunderten oft gebraucht wurde: Die Kirche ist wie der Mond; ihr Licht kommt allein von der Sonne, die Christus ist. Wie der Mond immer wieder untergeht und neu aufgeht, so muss die Kirche in ihrer konkreten Gestalt immer wieder neu – also verändert – aufgehen, um ihrer Sendung zu entsprechen. „Gerade unsere Zeit verlangt von uns neben einer kirchengeschichtlichen Demut eine tiefe eigene Spiritualität, damit uns der Atem nicht ausgeht und die Gelassenheit und der Humor nicht verlorengehen“, so Wimmer.
Ganz im Zeichen der Gemeinschaft stand das vergangene Wochende: Kirche und Pfarrsaal waren bis auf den letzten Platz gefüllt. Den Frühschoppen gestalteten junge Musiker mit Jazz-Rhythmen.