Wien/Belgrad. Lebensmittel, Heizmaterial und warme Winterkleidung im Wert von 20 Mill. Schilling plant die Caritas Österreich bis Jahresende nach Serbien zu liefern. „Das Ausmaß der Armut war bisher kaum sichtbar“, beschreibt Caritas-Generalsekretär Franz-Karl Prüller die triste Lage: „Die Not wurde verheimlicht, hungernde Menschen versteckt.“ Bisher waren Hilfsmaßnahmen kaum möglich.
Völlig rechtlos im Kosovo
Berlin/Pristina. 16 Monate nach Ende des Kosovo-Krieges leben die dort verbliebenen Serben im Zustand der Rechtlosigkeit. Über 900 Serben seien seither im Kosovo ermordet, weitere 12.000 entführt worden, beklagt der serbisch-orthodoxe Bischof im Kosovo, Artemije. Nach seinen Angaben wurden 200.000 Serben und weitere 50.000 nichtalbanische Bewohner vertrieben, seit die NATO als Verbündete der albanischen Befreiungsarmee (UCK) im Kosovo einmarschiert ist. Bischof Artemije war mit Außenminister Joschka Fischer in Berlin zusammengetroffen.
Exodus aus Palästina
Rom. Palästinenser-Präsident Yassir Arafat und Generalsekretär Ahmed Rahman haben Papst Johannes Paul II. darum gebeten, gegen die Gewalt israelischer Truppen in den Palästinensergebieten einzuschreiten. Der Papst und alle christlichen Kirchen müssten ein Dringlichkeitstreffen einberufen, um „die Aggression Israels gegenüber den Palästinensern zu entlarven“, heißt es in dem Schreiben. Mittlerweile sind Tausende Christen vor allem aus Bethlehem, Jericho, Ramallah und Nablus geflohen. Der israelische Verantwortliche für die „Zivilverwaltung in den besetzten Gebieten“, Schlomo Dror: „Alle, die ausreisen konnten, haben das Land verlassen.“