Friaul war Ziel der Kirchenzeitungsreise im Heiligen Jahr 2000
Ausgabe: 2000/44, Aquileia, Friaul, Kirchenzeitungsreise, Heiliges jahr
31.10.2000
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Die Kirchenzeitungsreise nach Aquileia und Cividale führte nicht in die Fremde, sondern zu den Wurzeln, aus dem das Christentum in Österreich hervorging. Die italienische Region Friaul war jahrhundertelang kirchlich und staatlich mit Österreich eng verbunden. Die beiden Patriarchenstädte Aquileia und Cividale bildeten daher das Ziel der Kirchenzeitungsreise mit Bischof Maximilian Aichern im Heiligen Jahr 2000. Fünfzig Teilnehmer/innen begaben sich zu den Geburtsorten der „Glaubensgeschichte“ Österreichs. Von der römischen Provinz Ufernorikum, deren Zentrum Aquileia war, nahm das Evangelium seinen Weg über die Alpen nach Ufernorikum mit seiner Hauptstadt Lauriacum. Die beiden Linzer Diözesanpatrone, die Heiligen Florian und Severin, sind vertraute Zeugen aus dieser Zeit. „Das Bibelwort ‘Lerne aus den Jahren der Geschichte’ kam mir in den Sinn, als wir über den Predilpass durch das slowenische Isonzo-Tal fuhren“, so der Reiseteilnehmer Franz Schmutz: „Isonzo steht für die Grauen des ersten Weltkriegs, es folgte ein zweiter. Zu einem Lernprozess kam es nicht. Der Nationalfeiertag möge Gedenktag bleiben und für die Nachkriegsgeneration mehr sein als ein Wandertag.“ Neben den Besichtigungen bildete die Sonntagseucharistie am 22. Oktober 2000 in der Basilika von Aquileia den geistlichen Höhepunkt der dreitägigen Reise. Die „Heiligen der Region“, Markus, Hermagoras und Fortunatus, sowie die Mosaikbilder, die Krypta-Fresken und das Baptisterium wurden der Reisegruppe zur sprechenden Botschaft. Die Teilnehmer konnten während der Tage in Friaul „Kirche im Kleinen“ erleben.