An der Theologischen Hochschule erörterten christliche Kirchen ihr Verständnis von Eucharistie und Abendmahl.Wenn die Kelchkommunion auch in der katholischen Kirche zum Regelfall werden könnte, darin sähe die katholische Theologin Dr. Dorothea Sattler (Münster) ein ökumenisches Zeichen. Zusammen mit dem evangelischen Theologen Dr. Gunther Wenz (München) war sie Gast beim Akademischen Tag der Katholisch-Theologischen Hochschule Linz am 14. November. Es ging um das Verständnis von Eucharistie und Abendmahl in den jeweiligen Konfessionen. Einig waren sich die Referierenden, dass den Fragen der Struktur und des Amtes heute zu großer Stellenwert beigemessen werde. Die Antworten der Kirchen müssten so gegeben werden, dass sie auch für Menschen von heute und morgen Hoffnungsbasis sein könnten, meinte Sattler. Wenz wiederum sieht im Katholizismus eine „glänzende Erscheinung, wenn er sich nicht in einen Autoritarismus begibt“. Einer dauerhaften Eucharistiegemeinschaft stünde das unterschiedliche Amtsverständnis im Wege.