Ausgabe: 2000/48, 3. Welt Gruppe, Buena Vista, Kaffee,
28.11.2000
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Vetreter von 25 Nord-Süd-Initiativen aus Oberösterreich trafen einander bei „Buena Vista“ in Gmunden zum Ideenaustausch.
„Die Weltbank verfügt zwar über viel Geld, sie richtet damit aber bloß Schaden an. Zum Positiven verändern kann sie nichts“, erklärte die Journalistin Dolores Bauer. In den kleinen Gruppen und Bewegungen liege die revolutionierende Kraft, die den Menschen Leben bringe. Die „Dritte- Welt“-Expertin machte den rund hundert Teilnehmern von „Buena Vista“ Mut, dass auch kleine Aktionen viel bewegen können – hier in Österreich und in den Ländern des Südens. Gegen die anonyme Diktatur des Kapitals Widerstand aufzubauen, sei schwierig, trotzdem dürfe man sich nicht in der Ohnmacht suhlen, so Bauer, die als Christin felsenfest überzeugt ist: „Gott macht das Größere.“
Der Pfarrgemeinderats-Fachausschuss für Mission aus Bad Hall stellte sein Projekt der Vernetzung vor. Dreizehn Pfarren des Dekanates Kremsmünster haben sich bereits mehrmals getroffen, um gemeinsam auf Anliegen der Weltkirche aufmerksam zu machen. So wurden für den Sonntag der Weltkirche Gestaltungselemente für den Gottesdienst erabeitet und Diskussionsveranstaltungen abgehalten.Die „Initiative Dritte Welt -Braunau“ präsentierte eine CD- ROM über Zentralamerika. Die multimediale Reise nach Lateinamerika ist als Nachlese eines Besuchs entstanden, den Braunauer HTL-Schüler in ihrer Partnerschule in Leon (Nicaragua) machten.
Die Südwindagentur Oberösterreich machte auf die Kampagne „Clean Clothes“ aufmerksam. Sie organisiert in der Art von „Tupper-Partys“ Zusammenkünfte, in denen Kleider aus sozialer Produktion vorgestellt werden.
Anstoss:
KaffeeduftWenn in Österreich fünf Familien in ihrem Haushalt ausschließlich fair gehandelten Kaffee verwenden, sichern sie damit einer Familie in Guatemala das Überleben.