Ausgabe: 2000/48, Projekt B7, Kinderschutz, Temelin, Kinderschutzzentrum,
28.11.2000
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Projekt B7
Das „Fahrradzentrum B7“ ist doch wieder gerettet. Die Sparmaßnahmen im Sozialbudget der Bundesregierung bedrohten unter anderem auch dieses Arbeitslosenprojekt. Nun ist durch ein zweijähriges Programm wieder die Unterstützung durch das Bundessozialamt zugesagt. Am jährlichen Vorstellig-Werden für die Verlängerung des Förderungsvertrages ändert sich allerdings nichts. Die Praxis, dass soziale Projekte immer nur auf ein Jahr von ihren Fördergebern fixe Zusagen haben, ändert sich auch hier nicht. Mittelfristiges Planen ist so wesentlich erschwert. Dennoch will das Fahrradzentrum B7 eine dauerhafte Existenz schmieden. Schrittweise will sich das B7 als Kernbetrieb etablieren. Er soll sich in absehbarer Zeit weitgehend selbst finanzieren können. Das Projekt wird zwar kleiner, dafür vom schwankenden politischen Klima unabhängiger. Ziel ist es, auch schwächeren, behinderten oder benachteiligten Personen eine Chance zum beruflichen Wiedereinstieg zu geben. Während sie im Projekt (zeitlich beschränkt) beschäftigt sind, erhalten sie ein existenzsicherndes Einkommen. Das Fahrradzentrum B7, Waldeggstraße 126, 4020 Linz, Tel. 0732/68 18 80, ist ab 8. Jänner 2001 wieder geöffnet.
Kinderschutz
15 Jahre besteht das Kinderschutz-Zentrum Linz. Es bietet Hilfe für Kinder und Eltern, wenn Kinder misshandelt werden. Das braucht „eine klare Haltung, die Hilfe vor Strafe stellt“.Drei grundlegende elterliche Funktionen müssen verwirklicht sein, damit Eltern-Kind-Beziehungen gelingen: Versorgung, Zuwendung und Disziplin. Disziplin bedeutet die Vermittlung von Grenzen als Orientierungshilfen. Zuwendung ist wichtig für das Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit. Kindesvernachlässigung, Kindesmisshandlung, sexueller Missbrauch können als Scheitern an genau diesen elterlichen Aufgaben verstanden werden. Hier setzt die Hilfe des Zentrums an. Kinderschutzzentrum Linz, Langgasse 10, 4020 Linz, Tel.: 0732/78 16 66.
Stoppt Temelin
Am 1. Dezember ist im Design-Center in Linz ab 9 Uhr das erste öffentliche Hearing zur Teil-Umweltverträglichkeitsprüfung Temelin.Neben dem wichtigen demokratischen Engagement (Proteste, Einwendungen) gibt es für Christen auch eine weitere Form, sich zu engagieren: im Gebet. Auf Anregung des Dekanates Unterweißenbach ruft die Katholische Frauenbewegung (KFB) am Fr., 1. Dezember, zu einer Gebetsstunde auf. Ein Gottesdienstvorschlag und Gebetstexte können bei der KFB, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, Tel. 0732/76 10-3441 angefordert werden.