Der Blick auf die Statistik zeigt: Die Krankheit bricht in Österreich nicht mehr so oft aus, Todesfälle werden weniger. Dennoch: Immer mehr Menschen sind infiziert.
Am ersten Dezember ist Welt-Aidstag (siehe dazu auch die linke Seite). Die Immunkrankheit hat auch in Österreich seit 1983 Todesopfer gefordert, die die Zahl der Verkehrstoten eines Jahres übersteigt. Aids, so sehr darüber in der Öffentlichkeit noch immer ein Tabu gebreitet ist, ist damit zu einer schmerzlichen Größe menschlichen Leids geworden.
Statistische Zahlen können nicht vermitteln, was an Einzelschicksalen hinter ihnen steckt. Dennoch vermögen sie auf einen Blick die Tragweite des Problemszu verdeutlichen.
Es sind drei Gruppen zu unterscheiden: Die eine Gruppe bilden Menschen, bei denen das HI-Virus im Blut erstmals nachgewiesen wurde (Neuinfizierte). Die zweite Gruppe bilden Menschen, bei denen Aids-typische Erkrankungen ausgebrochen sind. Drittens hält die Statistik fest, wie viele Menschen an Aids gestorben sind. Seit 1983 sind nach Angaben des Bundesministeriums für soziale Sicherheit und Generationen 2.025 Menschen an Aids erkrankt und 1.237 gestorben. In den letzten Jahren sind bei aufsteigender Tendenz zwischen 300 und 400 Menschen mit Neuinfektionen registriert worden.
In Oberösterreich starben von 1995 bis 2000 an den Folgen von Aids 27 Menschen; bei 127 wurde eine Neuinfektion festgestellt. Einen Hoffnungsschimmer weist die Statistik aus: seit Juli 1998 wurde „nur“ ein Aids-Todesfall gemeldet.Für Aids-kranke Menschen und Menschen, die sich zum Thema Aids beraten lassen möchten, ist in Oberösterreich vor allem die „AidsHilfe“ Anlaufstelle. Auch die Landessanitätsdirektion der oö. Landesregierung, Harrachstraße 16a, 4020 Linz, Tel. 0732/77 20-4113, berät und informiert.