Neue Formen des Glaubens waren Thema von drei gut besuchten Gesprächsabenden in der Pfarre Linz-St. Leopold.
Globalisierung und schwindende Bedeutung von Institutionen sind unter anderem die Rahmenbedingungen, die das Christentum verändern. Pfarrer P. Dr. Dominik Nimmervoll: „Wir müssen uns von der Idee verabschieden, dass Gott Eigentum seiner Vermittler ist, der Kirchen, die ihn wie ein Erbteil hüten.“ Glaube, der in den Umwälzungen der Gesellschaft bestehen kann, ist geprägt vom Schlüsselwort „Gott in mir“. Dieser Gott begegnet den Menschen im Gewissen, in dem sie den absoluten Vorrang der Liebe vor allen äußerlichen Gesetzen spüren. Das gebildete Gewissen ist viel anspruchsvoller als alle Vorschriften, so Pfarrer P. Dominik: „Es geht darum Gott von jeder Art der Vereinnahmung zu befreien, damit jeder Mensch entdecken kann: Wir tragen das Göttliche in uns.“