13 Schulen,9 pfarrliche Gruppen und ein Jugendzentrum unterstützen gemeinsam ein Projekt für Straßenkinder in Brasilien. Sie haben den Solidaritätspreis dafür erhalten.
Beim Besuch einer Veranstaltung der Gruppe CSI („Christliche Solidarität International“) in Leonding im Juli 1999 erzählte Pater José Hehenberger von einem Burschen, einem früheren Straßenkind, der im Alter von 21 Jahren von der Polizei erschossen worden war. Dieser Bursche hatte Pater Hehenberger gebeten, ein Haus für heimatlose Jugendliche in Jacobina zu bauen. Pater José Hehenberger hat diese Idee aufgenommen und wollte eine „Fazendhina“, einen Lehrbauernhof, errichten. 100 Jugendliche sollten dort in Landwirtschaft unterrichtet werden und damit eine Existenzgrundlage bekommen.
Kein Geld für „Fazendhina“
20 von ihnen könnten dort auch leben. Das Haus soll gleichzeitig ein Kinderschutzzentrum sein. Es gab bereits ein Grundstück und konkrete Pläne. Gefehlt hat Geld für die Errichtung.In Leonding entstand die Idee, ein Schulprojekt ins Leben zu rufen, um die fehlenden 500.000 Schilling zu organisieren. Im Herbst 1999 startete das Projekt „Straßenkinder in Jacobina“ an mehreren Schulen in Oberösterreich. Verschiedene Aktionen wurden gestartet: Schüler/innen spielten Theater, organisierten Kuchenbuffets, es gibt auch einen Videofilm; eigene T-Shirts und ein kleines Kochbuch werden verkauft. Der Erlös aus allen Aktionen kam dem Projekt von Pater José Hehenberger zugute.
Gemeinsame Broschüre
Am vergangenen Donnerstag wurde in der HTL Goethestraße ein „Projekt im Projekt“ präsentiert: Die 46 Seiten umfassende Broschüre „unten, draußen und weit weg. Eine Solidaritätsabsicht“ mit Texten von Schülerinnen und Schülern. Der Reinerlös geht wieder an das Projekt „Straßenkinder von Jacobina“.„Unsere Anliegen für die Arbeit mit den Jugendlichen hier sind die Finanzierung des Projekts und Bewusstseinsbildung“, erklärt der Koordinator Peter Glatz. „Sie sollen Solidarität für ‘Eine Welt’ lernen.“ Die Jugendlichen in Brasilien erhalten Hilfe zur Selbsthilfe. Nicht nur materiell. Sie sollen auf der „Fazendhina“ auch ihre Rechte kennen lernen.
Nähere Information: Peter Glatz, Stiftsgymnasium Wilhering, E-Mail: peter.glatz@eduhi.at, oder Heinz Purrer, Tel. 0732/77 19 93. Die Broschüre „unten, draußen und weit weg“ gibt es um S 50,– in der Buchhandlung Veritas in Linz (Harrachstraße) oder im Behelfsdienst, Diözesanhaus, Kapuzinerstraße 84, in Linz.
Die Projekt-teilnehmer/innen:
Stiftsgymnasium Wilhering, Polytechnische Schule Gramastetten, Wirtschaftskundliches Realgymnasium der Franziskanerinnen in Wels, Schulen der Kreuzschwestern in Gmunden, Gymnasium und Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik der Kreuzschwestern in Linz, HBLA Landwiedstraße in Linz, HBLA Auhof in Linz, HTL Goethestraße in Linz, Krankenpflegeschule der Barmherzigen Schwestern in Linz, Gymnasium Auhof in Linz, BRG Hamerlingschule in Linz, BORG Bad Leonfelden, BORG Honauerstraße in Linz, Kindergarten der Franziskanerinnen Amstetten, Pfarre Gallneukirchen, Pfarre Leonding, Ministrantengruppe der Pfarre Neußerling, Firmlinge der Pfarre Gramastetten, Jungscharkinder der Pfarre Kirchberg ob der Donau, Jungschar und Jugend der Stadtpfarre Wels, Schülerinnenheim der Stadtpfarre Urfahr, Jungschar der Pfarre Alkoven, Heinz Purrer & Band, Spirituelles Jugendzentrum Aufbruch im Stift Wilhering.