„Es darf kein Vergessen geben“, sagte Bischof Maximilian Aichern am Donnerstag im Parlament in Wien bei der Übergabe des Vermächtnisses der ehemailgen Häftlinge des KZ Mauthausen an den Verein „Mauthausen aktiv Österreich“.
CSI-Landesgruppe gegründet
Die christliche Menschenrechtsorganisation CSI (Christliche Solidarität International) hat nun auch eine Oberösterreich-Sektion. Zur Vorsitzenden der neuen Landesgruppe wurde Elisabeth Jungmeier gewählt, ihr Stellvertreter ist Michael Huber-Kirchberger aus Linz. CSI Oberösterreich will in Zukunft verstärkt Medienarbeit leisten, um auf die Verfolgung von Christen aufmerksam zu machen. Zu den Aktivitäten von CSI zählen neben der Gestaltung von Gottesdiensten und Vorträgen das Sammeln von Petitionen zu Gunsten inhaftierter Christen. Schwerpunktländer der christlichen Menschenrechtsorganisation sind Pakistan, Indien, Brasilien, Sudan, China und Osttimor.
„8. Dezember“
Die Österreicher sollten auf ihre geistigen Wurzeln stolz sein und sie nicht „kurzfristigen ökonomischen Interessen opfern“, erklärt Bischof Maximilian Aichern am 8. Dezember beim Gottes-dienst im Linzer Dom. Aichern verwies auf die Geschichte des Marienfeiertags, der nach der Abschaffung durch die Nationalsozialisten auf Grund einer breiten Volksbewegung 1955 wieder eingeführt wurde. Es sei traurig, dass Traditionen abgeschafft würden, zu denen die Vorfahren in härtesten Zeiten gestanden sind. Gleichzeitig dankte der Bischof allen Gläubigen, die den Festgottesdienst mitfeierten, weil sie damit ein Beispiel geben, dass Konsum nicht der höchste Wert ist. Ausdrücklich dankte Aichern jenen Firmen, die am 8. Dezember ihre Geschäfte geschlossen halten.