In der Pfarre Haibach/Donau gehen die Menschen auf Herbergsuche
Ausgabe: 2000/51, Haibach
19.12.2000
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Maria, Josef, der Wirt und Pfarrer Josef Wundsam besuchen im Advent die Häuser in Haibach ob der Donau. Und das seit 28 Jahren.
Pfarrer Wundsam hat diesen Brauch als Kaplan kennen gelernt und ihn in Haibach verwurzelt, als er vor 28 Jahren als Pfarrer hierher kam. Seither sind jedes Jahr im Advent die Herbergsucher/innen unterwegs. Sie stellen die Herbergsuche von Maria und Josef in Bethlehem mit Texten und Liedern dar.Das Pfarrgebiet wird gedrittelt, in ein Drittel der Häuser kommen die Herbergsuchenden, die restlichen zwei Drittel besuchen später die Sternsinger. In jedem dritten Jahr kommt damit die Herbergsuche in jedes Haus. Mittlerweile war die Darstellung zehn Mal in jedem Teil von Haibach. Es gibt nie Mangel an Menschen, die ihre Freizeit für den Brauch zur Verfügung stellen. Insgesamt etwa 25 Personen sind es, die in die Rolle von Maria, Josef und des Wirtes schlüpfen und jeden Tag einige Häuser besuchen. Nur Pfarrer Wundsam ist von 1. bis 23. Dezember täglich unterwegs, um die Suchenden auf der Ziehharmonika zu begleiten. Er hat sich angewöhnt, tagsüber nichts zu essen, weil sonst die Bewirtung in den Haushalten gesundheitlich zu anstrengend wäre.Die Herbergsuchenden sammeln in den Häusern für die Sternsingeraktion.