Greenpeace schlägt Shrimps-Alarm: Shrimps (Scampis, Gambas, Krabben) sind eine Delikatesse bei uns, kaum ein Gourmet aber weiß, zu welchem Preis sie produziert werden. „Tigershrimps-Zuchten gehören zu den verheerendsten Export-Industrien der tropischen Entwicklungsländer“, sagt Greenpeace. Die letzten Mangroven, wertvolle Wälder in den Küstenbereichen der Tropen, müssen den Teichen der Shrimps-Farmen weichen. Einige Jahre später werden sie als tote, von Antibiotika und Fungiziden verseuchte Schlamm-Löcher wieder aufgegeben. Die Hälfte aller Mangroven ist weltweit bereits vernichtet, ein Gutteil davon durch Shrimpsfarmen; in Ecuador alleine sind 70 % verschwunden. Der Fischfang geht zurück, die Felder versalzen, Millionen Menschen geraten in Not, weil ihre Nahrungsgrundlagen verloren gehen. Leider gibt es im Moment für tropische Shrimps kaum ökologisch akzeptable Alternativen. Die Verbraucherländer müssten umdenken. Denn der Preisverfall bei steigender Nachfrage sei für die ökologische und soziale Katastrophe verantwortlich.