Vom 22. bis 27. Dezember ist eine weitere Widerstandsaktion geplant: Nahe dem Grenzübergang Wullowitz wird neben der Straße eine Wagenburg errichtet. Rege Beteiligung ist erwünscht.
Nach dem Melker Gipfel – darüber lesen Sie auf Seite 5 – sind die österreichischen AKW-Gegner einig: Es wird weiterhin den gemeinsamen geschlossenen Widerstand gegen das AKW Temelin geben. Das wurde bei einer Sitzung im Landhaus letzten Freitag bekräftigt. Josef Pühringer, der Geschäftsführer der Plattform gegen Atomgefahr, sagt, man habe sich angesichts der gespannten Lage für einen „Weihnachtsfrieden“ entschieden. Es wird daher vorläufig keine Blockaden geben. Die Protest-Formen bleiben offen. Ein erster positiver Schritt sei Melk gewesen. Diese Einschätzung ist jetzt wiederholt zu hören. Pühringer ist skeptisch: „Es wurden schon so viele erste Schritte angekündigt. Aber nie ist ein zweiter erfolgt.“ Ob Kanzler Schüssel bei der Aussprache mit den Aktivisten des Widerstands am 18. Dezember in Leopoldschlag einen zweiten Schritt berichten konnte, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.
Babynest
Das Babynest, das im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Ried/I. eingerichtet worden ist, wertet die Aktion Leben als ersten Schritt in die richtige Richtung. Die abgebenden Mütter brauchen aber auch die Zusicherung einer angemessenen Überlegensfrist sowie unabhängige anonyme Beratung. Aus der Sicht des Kindes sei Vorsorge für die Möglichkeit einer späteren klaren Identifizierung zu treffen.