Der Komponist Arvo Pärt ist für seine einfache, klare musikalische Linie bekannt. Im „Kanon Pokajanen“ kommt diese erneut wirksam zur Geltung. Der von Arvo Pärt vertonte Kanon hat seine Wurzeln im 7. Jahrhundert n. Chr. Der Bußkanon ist bereits in den ältesten slawischen Kirchenhandschriften zu finden und wird als Werk des hl. Andreas von Kreta betrachtet. In der griechisch-russischen Kirche gehört der Kanon zum Morgengottesdienst, dessen Botschaft das Erscheinen Christi in der Welt ist. Arvo Pärt hat an der Vertonung des Kanons zwei Jahre gearbeitet, Ausgangspunkt für dieses Vokalwerk ist die Sprache: „Ich wollte dem Wort die Möglichkeit geben, seinen eigenen Klang zu wählen“, so der Komponist über seine mystisch und geheimnisvoll wirkende Komposition. <Arvo Pärt, Kanon Pokajanen. Mit: Estonian Philharmonic, Chamber Choir, Tönu Kaljuste. Vertrieb: Lotus Records. Tipp: www.lotusrecords.at.
Zahlreiche Standardwerke sind zur Weihnachtszeit zu hören, neue Wege ging man in St. Ruprecht (Wien). Dort hat man sich an ein sprachlich und musikalisch durchkomponiertes Werk von Otto Friedrich (Text) und Mariela Riedl (Musik) herangewagt und dieses in der Christnacht im Jahr 1999 zur Aufführung gebracht. Das St. Ruprechter Weihnachtsoratorium – die etwas andere Weihnachtsmusik – ist jetzt als CD erhältlich. St. Ruprechter Weihnachtsoratorium. zum Preis von S 210,– unter Tel. 01/54 54 967 erhältlich. Bestell-Nr. 477 40.